Samstag, 26. Dezember 2015

Kleine Kräuter- und Gewürzkunde: A bis B

Wer Low Carb lebt, sollte kochen können und wollen. Ich finde, Kochen hat etwas Meditatives (wenn man es freiwillig macht und nicht grade täglich für die hungrige Familie kochen muss).  Ich kann mich jedenfalls beim Gemüseschnibbeln ganz großartig entspannen und vom Tag runterkommen. Abschmecken, ja auch das Entdecken und Ausprobieren von Rezepten, hat für mich etwas Spannendes. Und Essen ist ein sinnlicher Genuss, wenn es toll schmeckt und sich die verschiedenen Aromen entfalten.
Da sind wir auch schon beim Thema: das Abschmecken und die vielen Möglichkeiten, die Gewürze und Kräuter bieten. In unregelmäßigen Abständen werde ich mich dann mal bis zum Z durchbeißen ;))


Die meisten Kräuter schmecken frisch intensiver und besser. Ich würde ein Bund frischer Petersilie jederzeit der getrockneten aus der Dose vorziehen, aber man hat ja nicht immer alles frisch zur Hand.
Fangen wir alphabetisch an.

Anis:
Der Geschmack ist süßlich und lakritzartig. Anis wird als Hausmittel bei Husten und bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. In der Küche wurde es schon lange für Liköre und Schnäpse verwendet - Ouzo, Raki, Pernod. Zum Würzen werden die Samenkörner verwendet. In der vorweihnachtlichen Küche kommt Anis gerne zum Einsatz. Im Lebkuchengewürz ist er enthalten, auch für Glühwein und Punsch wird Anis genommen. Aber man kann ihn auch zu Fleisch, Geflügel, Wild oder Gemüse, etwa zum Rotkohl, nehmen.

Bärlauch:
Man nennt ihn auch den Knoblauch des kleinen Mannes. Saison hat er von März bis Mai. Geschmacklich und vom Geruch her ähnelt er dem Knoblauch, verursacht aber weit weniger Knoblauch"Fahne".
Wenn man ihn frisch sammeln will, sollte man aufpassen, keine Maiglöckchen zu erwischen. Die sehen dem Bärlauch optisch einigermaßen ähnlich, sind aber sehr giftig. Die Warnung muss sein, ich finde aber, man muss nur ein Blatt der beiden Pflanzen zerreiben und das, was so nach Knoblauch riecht, ist der Bärlauch.
Verwendung:
Wie Knoblauch halt, ne? :)
Ich verwende Bärlauch bevorzugt in kalten Speisen. als Würze im gemischten Salat, im Dip statt Knoblauch, sowas halt.
Man kann die Blätter gut einfrieren und dann später benutzen.

Basilikum:
Eins meiner Lieblingskräuter. Im Sommer habe ich immer einen Topf davon auf dem Balkon stehen und ernste regelmäßig. Über Tomatensalat oder in Tomatengerichte/saucen/suppen gestreut schmeckt es einfach toll. Geschmacklich ist Basilikum leicht süßlich, mild und frisch.
Verwendung:
Aus der italienischen Küche ist es nicht wegzudenken und auch in der asiatischen (Thaibasilikum!) ist es wichtig. Basilikum gehört in Pesto, in den Klassiker Tomate Mozzarella, zu Nudelgerichten mit tomatiger Sauce und auch in Süßspeisen ist es toll, z.B. im Basilikum-Eis.
Ich würde frischen Basilikum nicht lange mitkochen, sondern erst kurz vor dem Servieren über das Essen streuen oder hineinrühren. Frisch schmeckt Basilikum intensiver und aromatischer als getrocknet.

Beifuß:
Beifuß hilft bei der Fettverdauung. Damit ist es gut geeignet bei fetten Speisen wie Ente, Aal, Gans, Schwein usw.
Man kann damit auch Hülsenfrüchte würzen, um Blähungen zu verhindern.
Der Geschmack ist etwas herb, aber nicht so bitter wie Wermut.

Bohnenkraut:
Bohnenkraut gehört zu den Gewürzen, die ihre Kraft beim Trocknen nicht einbüßen. Bohnenkraut ähnelt geschmacklich dem Thymian, ist aber etwas schärfer. Wie der Name schon sagt, wird es bevorzugt beim Zubereiten von Bohnen eingesetzt.  Es passt aber zu allen Hülsenfrüchten uind zu vielen anderen Gemüsen sowie zu Teigwaren. Bohnenkraut schmeckt intensiv würzig, man sollte es sparsam dosieren. Ihm wird eine Blähungsverhinderung zugeschrieben und es macht schwere Speisen bekömmlicher.

Bockshornklee: 
Verwendet werden können die Samen und auch die getrockneten Blätter des Bockshornklees.
Sie sind ein Bestandteil von Currymischungen und werden in der asiatischen Küche, aber auch als Brotbackgewürz verwendet.
Als Tee soll er eine entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung haben.

Borretsch:
Hatte ich schon auf dem Balkon und fand die lila Blüten toll. Die Blätter werden als Gewürz eingesetzt und sollten gepflückt werden, bevor sie allzu viele Härchen bekommen. Kleingeschnitten passen sie ganz toll zu grünen Salaten aller Art, zu Gurken und Kohlgerichten. Geschmacklich erinnern sie auch ein wenig an frische Gurke und der Borretsch schmeckt auch recht frisch und erfrischend. Er sollte nicht zu Tode mitgekocht werden, sondern erst kurz vorm Servieren zu warmen Speisen hinzugegeben werden.  Getrocknet verliert er sein Aroma, Borretsch gehört zu den Kräutern, die man besser frisch verwendet.

Brunnenkresse:

Die Blätter werden einfach klein geschnitten und über Salat, Quark oder Dips gestreut. Auch über eine Suppe gestreut passt die Kresse gut. Brunnenkresse enthält Senföle, ist also leicht scharf. Der Geschmack der Brunnenkresse ist kräftig und herb. Das Kraut sollte frisch und roh verwendet werden, getrocknet verliert es viel von seinem Aroma



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