Dienstag, 29. Dezember 2015

Neal Shusterman - Vollendet

Heute mal ein Buch und nicht einmal ein LC-Kochbuch !
"Vollendet" gehört zu den spannendsten Dystopien, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, zusammen mit den Tributen von Panem.

Inhalt:

Ein amerikanischer Bürgerkrieg zwischen Befürwortern und Gegnern der Abtreibung wurde durch einen Kompromiss mit der "Charta des Lebens" beendet. Diese besagt, dass es keine Abtreibungen mehr gibt, ungewollte Kinder "gestorcht" aka ganz legal vor der nächsten Haustür abgelegt werden dürfen und Kinder bis zum 13. Lebensjahr staatlich geschützt sind. Zwischen 13 und 18 dürfen Kinder aber "umgewandelt" werden. Und das bedeutet, sie werden Stück für Stück als Ersatzteillager verwurstet - wenn man es freundlicher ausdrücken will: sie werden zu Organspendern, bis nichts mehr bleibt. Dieses Todesurteil wird aber im Amerika der Zukunft so verkauft, dass die "Wandler" eben stückweise in anderen Körpern weiterleben.
Im Buch wird das Schicksal von drei Kindern beschrieben, die in ein "Ernte-Camp" sollten. Eins wurde als "Zehntopfer" allein zum Zweck der Umwandlung gezeugt, eins funktionierte nicht so, wie seine Eltern es gerne gehabt hätten (was wahrscheinlich auf 99% der Eltern von pubertierenden Kindern zutreffen dürfte...) und eins war im Waisenhaus aufgewachsen und der Staat hatte schon zuviele Waisen.

Das Buch hat mich von Anfang an gepackt. Allein die Idee der Umwandlung fand ich krank aber genial, und die Schilderung einer Umwandlung hat dazu geführt, dass ich eine Lesepause einlegen musste, weil ich die Szene so absolut gruselig fand.
Vollendet ist flüssig geschrieben, die Personen sind in sich schlüssig beschrieben und die Handlung ist verdammt spannend.
Ich frage mich allerdings, ob es wirklich als Jugendbuch zu empfehlen wäre. Einem Dreizehnjährigen würde ich es nicht in die Hand drücken.



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