Mittwoch, 18. Mai 2016

Fitnesstracker!

Ich habe mich damit sehr schwer getan.
So 'nen  Scheiß braucht doch kein Mensch, da war ich mir völlig sicher.
Überhaupt, die Dinger sehen blöd am Arm aus und warum zum Teufel sollte ich wissen wollen, wieviele Schritte ich am Tag zurücklege? Die Waage ist doch viel aussagekräftiger.


Jo. Seit ich in meinem neuen Job arbeite, habe ich reichlich lange Wege, weil das Haus ungünstig geplant worden ist. Ich komme da echt mehr ins Schwitzen und in Bewegung als früher, worüber ich grundsätzlich froh bin.
Da dachte ich mir, dass ein Fitnesstracker doch vielleicht gut sein könnte.
Ich will mich ja mehr bewegen, also so rein theoretisch.
An der Umsetzung haperte es immer. Ich brauche einen Ansporn.

Gut, da war die Entscheidung pro Tracker gefallen und es ging um das Modell.
Es wurde das Garmin Vivofit 2.
Das Teil sollte auf jeden Fall unter 100 € kosten und die Uhrzeit anzeigen, weil ich die bei der Arbeit brauche und nicht Tracker und Armbanduhr gleichzeitig tragen will.

Die Einrichtung, Installation und Verbindung mit PC und Smartphone klappten ganz gut
Naja, der Liefertag war ein freier Samstag, an dem ich wie üblich ziemlich faul war und außerdem stundenlang in der Sonne auf dem Balkon gefaulenzt habe. Und da ich das Teil erst am frühen Nachmittag in Betrieb nahm, war die Bilanz des ersten Tages eher peinlich... ;)
Ich habe mein Tagesziel erstmal ganz ganz niedrig angesetzt. Positiv überrascht werden ist ja schöner als zu versagen, gell? ;)

Einkaufen zählt übrigens nicht als Bewegung, wenn man die Hände auf dem Wagengriff hat. Dann zählt die App nämlich keine Schritte, kann sie ja auch gar nicht. Hrmpf.
Dafür zählt dann das Kopfkissenaufschütteln als Laufen. Ok, Bewegung ist es ja und ich schüttel mein Kopfkissen quasi als Armtraining gründlich aus.
Der Ehrgeiz packt mich ja schon son bissken.
Ich parke jetzt nicht mehr möglichst nah am Eingang des Supermarkts, sondern absichtlich weiter hinten.
Wenn ich Einkäufe nach oben zu schleppen habe, gehe ich glatt zweimal, anstatt mich komplett mit Taschen zu behängen.
Ich bringe tatsächlich jedes Einwickelpapier meiner zuckerfreien Bonbons einzeln vom Wohnzimmer in den Plastikmüll in der Küche.
Und ich parke auch mal 100 Meter weiter weg vom Haus.
Was mich tatsächlich am meisten erstaunt: um diesen blöden roten Inaktivitäts-Balken wegzubekommen und mein Tagesziel zu erreichen, gehe ich im Wohnzimmer abends beim Fernsehen immer mal 150 - 200 Schritte auf der Stelle. Das sieht wahrscheinlich dämlich aus, aber egal. Und ich gehe auch nur, ich laufe nicht. Immerhin: es ist Bewegung.

Sportlich aktive Menschen werden vielleicht jetzt milde lächeln, aber ich bin einfach Bewegungslegastheniker und -muffel und das Vivofit motiviert mich.
Damit erfüllt es seinen Zweck - ich bewege mich mehr.
Ganz nebenbei merke ich auch, dass das Gehen meiner Lunge gut tut, weil ich mehr und tiefer atmen muss. Bin mal gespannt auf den nächsten Lungenfunktionstest, ob der noch besser wird ;)



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