Mittwoch, 27. Juli 2016

Motivationshilfe Fitnesstracker. Fazit nach 3 Monaten

Ich habe meinen Fitnesstracker jetzt seit gut 3 Monaten.
Das bisherige Fazit: er wirkt als Motivationshilfe!
Ich schaffe es täglich, mehr Bewegung in meinen Alltag einzubauen.
An Arbeitstagen ist das sowieso kein Problem, aber bis jetzt habe ich eine 60%-Stelle und arbeite nur 3 ganze Tage pro Woche.

An einem freien Tag gehe ich jetzt regelmä#ig zum Wochenmarkt. An einem anderen eine Runde spazieren. Das sind beides keine großen Strecken, aber wenn man bedenkt, dass ich vor einem Jahr keinen Meter freiwillig gelaufen wäre und es auch kaum konnte, sind das enorme Fortschritte. Allgemein parke ich jetzt weiter hinten beim Einkaufen oder 100 Meter entfernt, wenn ich nach hause komme.
Bei der Arbeit gehe ich die Treppen herab jetzt immer zu Fuß, wenn ich nur einen Stock höher muss, auch. Am Wochenende muss ich dann doch etwas mehr vor der Flimmerkiste zur Musik rhythmisch gehen, aber immerhin komme ich so auf meine Mindestschrittzahl von 6500 Schritten. Das Limit kann ich bald wohl wieder steigern, aber jedenfalls habe ich es bis auf 3 Tage, an denen wir über 33° mit ganz hoher Luftfeuchtigkeit hatten und mein Kreislauf einfach nicht wollte, immer geschafft.
Ich stelle aber fest, dass ich immer seltener vor dem Fernseher laufen muss. Es sieht wirklich so aus, als würde es so langsam immer mehr zur Gewohnheit werden, mich mehr zu bewegen.
Wo ich früher überlegt habe, dass ich den Müll auch morgen noch rausbringen kann und nicht jetzt nochmal extra runtergehen muss, denke ich heute nicht mehr großartig darüber nach, Schritte einzusparen. Im Gegenteil, ich suche mir Wege, auch wenn sie wirklich klein sind, so einzeln für sich betrachtet.
Aber inzwischen denke ich, dass genau das neben einer vernünftigen Ernährung das Geheimnis der Schlanken ist: kein mirakulöser Turbo-Hammer-Stoffwechsel, sondern sie bewegen sich einfach mehr, ob nun wissentlich oder ungezielt.


Heute traf ich meine Nachbarin. Sie kam vom Laufen und wir unterhielten uns eine Weile. Über meine Abnahme, zu der sie mir wieder gratulierte und die sie ganz toll lobte, über ihre Freundin, die mehr wiegt als ich zu meinen schlimmsten Zeiten und um die sie sich große Sorgen macht, über ihre Tochter, die ein bisschen moppelig ist und immer moppeliger wird, ihre eigene Gewichtszunahme, nachdem sie mit dem Rauchen aufhörte und wie sie mit Laufen dagegen anging usw.
Wenn ich es schaffe, fitter zu werden und noch mehr abzunehmen, werden wir zusammen mal losgehen. Sie meinte, wir müssten ja nicht laufen, sondern flott marschieren. Ich werde daran arbeiten ;)
Was ich eigentlich schreiben wollte:
Ich habe früher immer darauf geachtet, dass ich alleine ins Haus ging und niemandem im Treppenhaus begegnete. Aus dem einfachen Grund, dass ich mich die Treppen keuchend hochgeschleppt habe und das keinem zeigen wollte. Ich hab mich geschämt.
Als ich heute nach Hause kam, stand sie draußen mit einer der Hundehalterinnen, die hier immer ihre Route gehen. Man grüßt sich und wechselt immer mal einige Worte. Normalerweise warte ich dann immer im Auto und tu irgendwie beschäftigt, bis "die Luft rein" ist. Irgendwie krank, diese Vermeidungshaltung, oder?
Heute klappte das jedenfalls nicht. Die beiden quatschten und quatschten und ich hatte keine Lust mehr, mich zu verstecken, und ich musste zur Toilette.
Ich ging also zum Haus, sie kam auch und schloss die Tür auf und wir unterhielten uns halt. Auch während wir nach oben gingen (wir wohnen Tür an Tür). Kann sein, dass sie etwas langsamer ging als sonst, um Rücksicht auf mich zu nehmen, aber jedenfalls gingen wir im selben Tempo hoch und redeten dabei. Zugegebenermaßen habe ich ein kleines bisschen mehr geschnauft, aber es ging - noch vor einem Jahr hätte ich dazu gar nicht die Puste gehabt
Ich glaube ja, solche Kleinigkeiten fallen normal sportlichen Menschen gar nicht auf.
Mir aber schon und vielleicht auch einigen von euch, die ebenfalls unsportlich sind und auch kleine Erfolge noch registrieren.
Fangt mit kleinen Schritten an  und steigert euch. Wie ihr an mir sehr, geht es!



Kommentare:

  1. Das motiviert mich sehr! Ich habe nur einen Schrittzähler, ich denke ich sollte ihn mal wieder aus der Mottenkiste holen. Es ist so toll zu lesen, wie du dir fast täglich ein Stück Lebensqualität zuruckholst - ich freue mich mit Dir! Bin gespannt wann du das erste Mal von gemeinsamen Walking mit der Nachbarin erzählst. Lieben Gruß Patricia

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    1. Das mit dem Walken dürfte noch sehr sehr lange dauern ;)
      Aber es geht aufwärts, das ist wahr.
      Hol deinen Schrittzähler aus der Mottenkiste und fang wieder an, Schritte zu zählen, es zahlt sich ja wirklich aus.
      Ganz herzliche Grüße
      Cabernet

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