Freitag, 3. Februar 2017

Im Adipositas-Zentrum

Seit längerer Zeit überlege ich schon, wie es weitergehen soll, wenn ich irgendwann genug abgenommen habe.
Meine Haut guckt mich bereits jetzt traurig an und ich gucke mitleidig zurück. 49 Kilo Abnahme bis jetzt hinterlassen Spuren und ich bin noch lange nicht fertig mit dem Abnehmen.
Soviel Sport kann ich gar nicht machen, um die Haut zu regenerieren, zumal ich immer schon schwaches Bindegewebe hatte.

Also habe ich mal gegoogelt und dabei festgestellt, dass es in einem der hiesigen Krankenhäuser ein Adipositas-Zentrum gibt.
Unverbindlich beraten lassen kann ja nicht schaden und vor allem einfach mal zu Dokumentationszwecken vorstellig werden ist sicher nicht verkehrt.
Gestern war der Termin.
Ich wurde natürlich gewogen und gemessen. Dabei stellte ich fest, dass ich um einen Zentimeter geschrumpft bin und dort ein Kilo mehr wog als zwei Stunden vorher in meinem Bad.
Was mir auffiel: schon die Untersuchungsliege kam mir breiter vor als normal und der Stuhl, auf dem ich saß, war es definitiv.
Das war das erste Mal, dass mir ein Stuhl zu groß war und ich ihn deshalb unbequem fand
Der Arzt fragte mich, was er für mich tun könne. Ich erklärte ihm, dass ich keine bariatrische OP wolle, sondern irgendwann in der Zukunft eine Straffung brauchen werde.
Meine Gewichtskurve und Fotos hatte ich mitgebracht, um irgendwas in der Hand zu haben. Wir unterhielten uns darüber, wie ich abgenommen habe und wieviel ich noch abnehmen wolle. Er meinte, er sei sehr beeindruckt, grade weil er normalerweise andere Patienten habe, die es eben nicht alleine schaffen würden und auch nicht immer so motiviert wirkten.
Er diktierte in meiner Gegenwart seinen Arztbericht, der an meinen Hausarzt und an mich selbst gehen wird. Darin befürwortet er straffende OPs und beschrieb den traurigen Zustand meiner Haut (natürlich hatte ich ihm das Elend gezeigt) und mich als sehr engagiert und motiviert. Wir vereinbarten, dass ich Fotos im Profil und von vorne machen solle und am besten mal selbst bei der Krankenkasse vorstellig werden solle, um den Antrag einzureichen.
Das Problem bei Straffungen ist wohl, dass man sehr vom Wohlwollen des jeweiligen Sachbearbeiters abhängig ist. Daher sei es sinnvoll, wenn die Leute bei der KK schonmal ein persönliches Bild hätten.
Natürlich ist das alles noch Zukunftsmusik für 2019 oder so. Ich werde mindestens noch dieses Jahr mit dem Abnehmen beschäftigt sein, da ich noch ca. 25 - 30 Kilo abnehmen will. Und dann muss man das Gewicht ja wahrscheinlich auch erst einmal halten, bevor die Kasse eine OP genehmigt.
Aber ich fühle mich gut mit dem Fernziel. Auch wenn die Waage sich diese Woche nicht nach unten bewegen will.




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